Unser Herz schlägt für die Allerkleinsten: In unserem Perinatalzentrum Level 2 behandeln und betreuen wir werdende Mütter, kranke Neugeborene und frühgeborene Kinder ab der 29. SSW oder 1.250g Geburtsgewicht. Für Notfälle während der Schwangerschaft sind wir immer da.

Sensible Starthilfe für die Allerkleinsten
Perinatal bedeutet „rund um die Geburt“. Ein Perinatalzentrum Level 2 darf Frühgeborene ab der 29. Schwangerschaftswoche oder 1.250g Geburtsgewicht betreuen.
Die umfassende Versorgung kranker und sehr kleiner Früh- und Neugeborener hat in Suhl eine lange Tradition. Unser Perinatalzentrum Level 2 ist eines von sechs Zentren in ganz Thüringen. Hier kümmern sich die Fachdisziplinen Geburtshilfe, Pädiatrie, Kinderchirurgie und das Sozialpädiatrische Zentrum um werdende Familien mit Risikofaktoren und Kinder, die teilweise viel zu früh zur Welt kommen.
Neben der fachkundigen Medizin spielen die entwicklungsfördernde, familienzentrierte Pflege und die behutsame Anleitung junger Eltern die allergrößte Rolle. Unsere kleinen Schützlinge sollen beim Start ins Leben so gut es geht begleitet und gefördert werden.

Für uns sind die Kleinsten die Größten
Aufgrund der optimalen Zusammenarbeit in unserem Perinatalzentrum stehen auch besonders bedürftigen Frühgeborenen oder schwerkranken Neugeborenen alle notwendigen Therapien kurzfristig zur Verfügung. Die Begleitung im stationären Aufenthalt und schrittweise Vorbereitung der Entlassung nach Hause erfolgt durch das Team der Neonatologie und durch Unterstützung der Psychologinnen und Sozialpädagogen des Sozialpädiatrischen Zentrums des SRH Zentralklinikums Suhl.

Die sensible Begleitung kranker Neugeborener und Frühgeborener während der ersten unsicheren Schritte ins Leben ist neben den intensivmedizinischen Möglichkeiten die Stärke unseres Teams.

Frühgeborenen-Versorgung auf dem höchsten Niveau
In Deutschland gibt es für die Betreuung Neu- und Frühgeborener vier Versorgungsstufen. Wir kommen von der höchsten Versorgungsstufe Level 1 und behandeln als Level-2-Zentrum Frühgeborene und kranke Neugeborene. Diese Zentren unterliegen allerstrengsten Qualitätsüberprüfungen. Sie sind für sämtliche Risiken rund um eine (Früh-)Geburt qualifiziert und ausgestattet und dürfen frühgeborene Kinder ab 1.250g Geburtsgewicht behandeln. Auch ein Neugeborenen-Notarztsystem zur Versorgung und den Transport kranker Neugeborener und Frühgeborener muss vorhanden sein. Für uns im SRH Zentralklinikum Suhl ist die Frühchenmedizin seit jeher eine Herzensangelegenheit. Mit viel Engagement, Sachverstand und Zuwendung kümmern wir uns um Frühstgeborene und kranke Neugeborene. Auf unserer neonatologischen Intensiv- & Überwachungsstation sind sie in den besten Händen. Unser Zentrum kann zu jeder Zeit auf Fachärzte anderer Disziplinen, wie beispielsweise Kinderchirurgie, Kinderkardiologie, Hals-Nasen- & Ohrenheilkunde, Augenheilkunde und Anästhesie zurückgreifen. Gemeinsam machen wir uns für die Allerkleinsten stark.

Entwicklungsfördernd und familienzentriert
Eine Stärke unseres Perinatalzentrums ist die vielfältige Kompetenz. Obwohl an der optimalen Versorgung der Früh- und Neugeborenen viele Disziplinen aus dem gesamten Klinikum beteiligt sind, haben unsere kleinen Patienten immer ihren festen Platz: Sie werden stets auf der Neugeborenenstation S 3.5 betreut.
Als besonders geschützter Bereich bietet die Station 3.5 neben der Möglichkeit zur maximalen Überwachung und Therapie eine umfassende pflegerische Betreuung von Kind und Familie. Fachkinderkrankenschwestern kümmern sich 24 Stunden am Tag um unsere Patienten und begleiten zusammen mit den Eltern die unheimlich wichtige Entwicklung der Kinder. Der erfolgreiche Start ins Leben kann somit nur ein einem familienzentrierten Umfeld optimal gelingen.

Musiktherapie gehört zu unserem Konzept
Unsere Musiktherapie ist für Eltern und Kinder zentral. Studien zeigen, dass Musiktherapie die Entwicklung von Frühgeborenen fördern kann. Eltern gibt sie in einer Situation, die nicht frei von Sorgen ist, Ruhe und Kraft. Musiktherapeutin Cordula Queck ist regelmäßig auf unserer Station zu Gast, um mit ihrem Monochord beruhigend und fördernd mit Eltern und Kindern zu wirken.

Südthüringens einzige Frauenmilchbank
Muttermilch gilt gemeinhin fast als Wundermittel. Zahlreiche Studien belegen: Das Stillen fördert die Bindung zwischen Mutter und Kind, zudem schützt Muttermilch vor Infektionskrankheiten, enthält antiinfektiöse Mikroben, trägt zur Entwicklung des Darmes sowie des Immunsystems bei und beugt sogar späterer Adipositas vor. Im Rahmen der rennomierten “NeoMilk”-Studie haben wir eine eigene Frauenmilchbank aufgebaut. Wir fokussieren uns mit unserer Frauenmilchbank auf die Versorgung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen. Spenden und Empfangen von Muttermilch/Frauenmilch ist vollkommen freiwillig. Spendende Mütter werden eingehend untersucht, ebenso ihre Spenderinnenmilch, die unter anderem mikrobiologische Tests durchläuft, bevor sie anderen Kindern zugutekommen kann. Nach diesem Verfahren kann die Milch unmittelbar gefüttert oder für bis zu 6 Monate eingefroren werden. Eine Besonderheit dabei stellt die unterschiedliche Zusammensetzung von Muttermilch dar. Sie ist abhängig von der Schwangerschaftswoche, in der ein Kind geboren wurde und wie lange die Geburt bereits zurück liegt. Das bedeutet, dass die Spenderinnenmilch den Patienten sorgfältig zugeordnet und zum Teil individuell mit Nährstoffen versehen wird, um die Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Unser großes Ziel im Umgang mit dem Themenkomplex Muttermilch, Spenderinnenmilch und Stillen in unserem Perinatalzentrum ist der möglichst rasche Bindungsaufbau zwischen den Kindern und ihren Eltern. Hier kann Spenderinnenmilch eine Brücke bauen, um auch besonders kleinen Kindern die Möglichkeit zu eröffnen voll gestillt nach Hause entlassen zu werden.

Nachuntersuchungen gehören für uns dazu
Gerade bei frühgeborenen Kindern ist die Nachsorge besonders wichtig. Sie dient dazu, eventuelle Probleme im Entwicklungsprozess zu erkennen und diesen gezielt entgegenzuwirken. Dafür arbeiten wir eng mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum und anderen Fachdisziplinen am Zentralklinikum zusammen. Als Perinatalzentrum liegt uns viel daran, Eltern mit frühgeborenen Kindern nach zwei Jahren zu einer umfassenden Nachuntersuchung einzuladen. Für die Untersuchung der Kinder verwenden wir einen standardisierten Test (Bayley-III), der die Motorik und die kognitiven Leistungen der ehemals Frühgeborenen bewertet. Wenn Unterstützung notwendig ist, können die Kinder zum Beispiel mit Physiotherapie behandelt werden oder aber andere umfassende Hilfen im Sozialpädiatrischen Zentrum in Anspruch nehmen.
Zusätzlich bieten wir Eltern aber an, schon früher zur Nachsorge zu uns zu kommen, sollte z.B. eine behandlungsbedürftige Sehbehinderung vorliegen. Hier arbeiten wir eng mit der Augenklinik des Zentralklinikums und mit einer regionalen Frühförderstelle zusammen.





















