Informationen zum Coronavirus

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige,

ab 2. Juli gelten neue Besuchsregeln in unserem Klinikum:

  • Besuchstage: Mittwoch, Freitag, Sonntag
  • Besuchszeit: 15:00 - 18:00 Uhr
  • Zugelassen ist ein Besucher pro Patient und Tag für eine Stunde
  • Besucher werden per Papier oder Luca-App registriert
  • Werdende Väter können auch nach der Entbindung (mit einem negativen Schnelltest) noch bei Frau und Kind verweilen oder sich für ein gemeinsames Familienzimmer entscheiden. Verlassen sie das Klinikum zum ersten Mal, gelten auch für sie die o.g. Besuchsregeln.

Termine in Ambulanzen oder der Poliklinik

  • Wir bitten Menschen mit Erkältungssymptomen (Husten, Schnupfen, Halskratzen), von Besuchen im Klinikum abzusehen – aus Rücksicht auf unsere Patienten und unser Personal.
  • Bitte halten Sie im ganzen Klinikum 1,5m Abstand zu anderen Menschen und tragen Sie einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz
  • Bitte kommen Sie alleine. Aus Gründen des Infektionsschutzes dürfen die Ambulanz und der Wartebereich nur von Patientinnen und Patienten betreten werden. Sollten Sie Hilfe benötigen, rufen Sie uns bitte vorher an – gemeinsam finden wir eine Lösung.
  • Bitte seien Sie pünktlich. 10 Minuten vor Ihrem Termin da zu sein, ist vollkommen ausreichend und erleichtert unsere Abläufe.
  • Zur Sprechstunde nur nach Voranmeldung. Sollte sich an Ihrem Termin etwas ändern, informieren Sie uns bitte telefonisch.
  • Bitte nutzen Sie nur die vorgegebenen Warteflächen. Jede Ambulanz verfügt über eine eigene Wartefläche. Bitte nutzen Sie nur diese.
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  • Allgemein

Die fantastischen Vier: seltener als ein Sechser im Lotto

Im Perinatalzentrum Level 1 des SRH Zentralklinikums Suhl erblickten am 13. April mit Anna (1190g), Felix (1080g), Jonas (1050g) und Jakob (900g) erstmals Vierlinge das Licht der Welt.

Jedes 27. Kind in Deutschland ist ein „Mehrling“. Dass Eltern Zwillinge bekommen, ist heute längst nichts Ungewöhnliches mehr. Bei Drillingen blickt man schon eher in staunende Gesichter. Vierlinge aber lassen jeden ungläubig zurück. Denn eine Vierlingsgeburt ist überaus selten: im Jahr 2019 hat es bundesweit nur fünf Mal Vierlinge gegeben. In Thüringen in den letzten 20 Jahren bisher nur drei Mal. Im Perinatalzentrum Level 1 des SRH Zentralklinikums Suhl erblickten am 13. April mit Anna (1190g), Felix (1080g), Jonas (1050g) und Jakob (900g) erstmals Vierlinge das Licht der Welt.

Mama Nadine ist kein bisschen aufgeregt, auch nach der Geburt nicht. Dass sie Drillinge erwarten würde, war ihr schließlich seit der achten Schwangerschaftswoche klar. „Zwillinge habe ich mir immer gewünscht“, bekennt sie. „Dass Drillinge kommen sollten, hatte uns schon ein bisschen nervös gemacht.“ Einige Wochen später entdeckt ihr Frauenarzt ein viertes kleines schlagendes Herz. „Damit stieg die Nervosität noch einmal ordentlich an. Ab diesem Moment wurde aus meiner besonderen Schwangerschaft eine ganz besondere“, lächelt Nadine. Gemeinsam mit ihrem Mann Manuel und ihrem Sohn Friedrich wohnt sie in Eisfeld. Dass sie sich für die Geburt ihrer Vierlinge in die bewährten Hände des Perinatalzentrums Level 1 im SRH Zentralklinikum Suhl begeben würde, stand für sie rasch fest.

Der erfahrene Geburtsmedizin-Chefarzt Dr. Matthias Schmidt betreut die werdende Mutter ab diesem Moment. „Mehrlingsgeburten und Geburten in einer frühen Schwangerschaftswoche sind in unserem Zentrum der Standard. Gemeinsam mit unseren speziell ausgebildeten Kinderärzten (Neonatologen) betreuen wir Mutter und Kinder und planen die Geburt gemeinsam. Die Vierlinge waren da vor allem logistisch eine neue Herausforderung“, so Schmidt. Dass er Mutti Nadine für ihr Durchhaltevermögen bewundert, daraus macht er keinen Hehl. „Mit Vierlingen bis zur 29. Schwangerschaftswoche durchzuhalten, das ist schon wirklich eine tolle Leistung.“

Logistik wie in einem Uni-Klinikum
„Vier Hebammen, vier speziell ausgebildete Geburtsmediziner, vier speziell ausgebildete Kinderärzte, Kinderkrankenschwestern, Anästhesisten – alles lief im Kreißsaal wie am Schnürchen“, ergänzt Kinderklinik-Chefarzt Dr. Sebastian Horn. Und das, obwohl an diesem Tag vier weitere Kinder in Suhl geboren wurden. „Leben ist eben das, was passiert, während wir planen“, schmunzelt der Chefarzt. Direkt nach der Kaiserschnitt-Geburt der Vierlinge übernahm sein Team jedes der Kinder, untersuchte sie und begleitete sie in einer vorgewärmten Intensivversorgungseinheit – einer sogenannten „Giraffe“ – auf die Frühchen-Intensivstation. Hier werden sie seitdem rundum betreut.

„Bei solch frühen Geburtswochen planen wir anfangs eine eins-zu-eins Betreuung“, erklärt der Chefarzt. Die Betreuung der Vierlinge ist personell sehr aufwändig, „aber ansonsten nichts, was uns aus der Bahn wirft. Wir waren früh im Gespräch mit unseren Geburtsmedizinern, kannten Eltern und Kinder also quasi schon und wussten, was uns erwartet.“ Neben der Frühgeburtlichkeit geht es den Vierlingen gut, sie entwickeln sich wohl behütet und täglich von Mama und Papa besucht ganz wunderbar. Dennoch müssen sie wohl noch einige Wochen in der Frühchenstation verbringen, um sicher in ihr aufregendes Leben zu starten.

Konstellation noch unwahrscheinlicher als ein Sechser im Lotto
Die Konstellation von einem Einling (Anna) und eineiigen Drillingen (Felix, Jonas und Jakob) ist seltener, als ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl. Rein statistisch beträgt alleine die Wahrscheinlichkeit für eineiige Drillinge 1:200 Millionen. „Ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl ist schon mit knapp 1:140 Millionen zu haben“, weiß der Chefarzt. 

Das Suhler Perinatalzentrum Level 1 in Zahlen:

  • Das kleinste betreute Kind wog bei seiner Geburt 340g
  • Im letzten Jahr wurden hier 888 Kinder geboren,
  • darunter waren 28 Zwillingspärchen
  • am 9. Februar 2021 kamen zuletzt Drillinge in Suhl zur Welt
  • in Thüringen gibt es drei Perinatalzentren Level 1: Erfurt, Jena und Suhl. Sie bieten die höchste Versorgungsstufe für (frühgeborene) Kinder, halten 24 Stunden am Tag speziell ausgebildete Kinderärzte und Geburtsmediziner sowie weitere benötigte Fachdisziplinen wie Anästhesie oder Kinderchirurgie vor.
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