Stopp für Routinebesuche

Der routinemäßige Krankenbesuch ist nicht gestattet und nur in den folgenden Ausnahmefällen erlaubt:

  • Schwerstkranke Patienten sowie Patienten am Lebensende dürfen wie bisher besucht werden, Besucher müssen geimpft, offiziell getestet oder genesen sein
  • Kinder auf den Kinderstationen und ihre Begleitpersonen dürfen weiterhin regulär von einem Angehörigen (>16 Jahre) besucht werden, Besucher müssen geimpft, offiziell getestet oder genesen sein
  • Väter dürfen zur Entbindung sowie auf der Geburtsstation dabei sein. Ein Antigen-Schnelltest im Kreißsaal ist obligat. Verlassen sie das Klinikum erstmals, gelten für sie die Besuchsregeln
  • persönliche Arztgespräche auf Station sind für Angehörige nach vorheriger Vereinbarung möglich. Um sie wahrzunehmen, müssen Angehörige geimpft, offiziell getestet oder genesen sein
  • besondere Besuchswünsche von Patienten, etwa während eines sehr langen Krankenhaus-Aufenthaltes (> 7 Tage), bei psychischen Problemen o.ä., werden in der Regel ermöglicht; Besucher müssen geimpft, offiziell getestet oder genesen sein
  • Besuch nach den o.g. Richtlinien soll in der Regel nur durch einen (in Worten: einen) Angehörigen/Besucher (geimpft, genesen, getestet) stattfinden

Regeln für Ambulante Patientinnen und Patienten / Sprechstunden

  • Begleitpersonen, gerade bei ambulanten Patienten oder Sprechstundenbesuchen, sollen nicht mit ins Klinikum kommen. Eine Begleitung ambulanter Patientinnen und Patienten ist ausnahmsweise möglich, wenn sie aus ethischen Gründen besonders angezeigt ist, etwa bei behinderten Patientinnen und Patienten, Hochbetagten, Kindern, zur Geburtsplanung oder Feindiagnostik. 

Generelle Hygienemaßnahmen 

  • Verpflichtend für alle Besucher unseres Klinikums: Abstand halten, medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen und Hände desinfizieren
  • Besucher stationärerer Patient:innen müssen älter als 16 Jahre sein
Alle Fachabteilungen

Klinik für
Wirbelsäulen­erkrankungen und Neurotraumatologie

Immer mehr Menschen haben „Rücken“: Schmerzhafte Beschwerden beim Sitzen, Gehen, Heben und in vielen anderen Lebenssituationen prägen ihr Leben. In unserer Klinik haben wir uns genau darauf spezialisiert.

Unser Profil
Experten für Wirbelsäulenerkrankungen

Wir sind Experten für alle Erkrankungen der Wirbelsäule und helfen Ihnen schnell und umfassend. Wir behandeln Abnutzungserscheinungen, akute Verletzungen und Frakturen an der Wirbelsäule. Aber auch die Therapie von Entzündungen, Tumoren und Deformitäten an der Wirbelsäule gehören zu unserem Behandlungsspektrum. Darüber hinaus sind wir in der Lage, viele Probleme an der Wirbelsäule mit konservativen Methoden, zum Beispiel mit Schmerz- und Physiotherapie, oder auch mit Infiltrationen erfolgreich zu behandeln. Kommt eine Wirbelsäulenoperation ins Spiel, können wir Ihnen das gesamte Spektrum der modernen Wirbelsäulenchirurgie sowie viele minimalinvasive Verfahren wie zum Beispiel Denervierungen oder Tumorablationen im Wirbelkörper anbieten.

In unserem Team arbeiten Orthopäden, Unfallchirurgen und Neurochirurgen zusammen. Diese Zusammenarbeit hat sich für uns bewährt und bündelt Expertise, sodass Sie bei uns in guten und professionellen Händen sind. Das Alter unserer Patientinnen und Patienten spielt für unsere Arbeit dabei keine Rolle. Für Kinder sind wir ebenso da wie für Erwachsene und Hochbetagte. Eine hochmoderne medizintechnische Ausstattung ermöglicht uns aktuellste diagnostische Verfahren bei der Auswahl der optimalen Therapie für Sie. Nicht nur die Akutbehandlung steht für uns im Vordergrund. Wir legen großen Wert auf eine umfassende Nachbetreuung in unseren Ambulanzen und Poliklinik-Sprechstunden. Wir kümmern uns im Anschluss um eine entsprechende Rehabilitation und helfen Ihnen beim Wiedereinstieg in den privaten und beruflichen Alltag.

Erst wenn unsere konservativen Behandlungsmethoden zu keiner Schmerzlinderung führen oder zusätzlich neurologische Ausfälle, Lähmungen und Einschränkungen der Bewegung auftreten, ziehen wir eine Operation in Erwägung. Ob und wann ein operativer Eingriff durchgeführt werden muss, entscheiden wir nach ausführlichen Untersuchungen und eingehender Beratung mit unseren Patienten gemeinsam.

Auf dem Gebiet der Neurotraumatologie sind wir auf die notfallmäßige Behandlung von Schädelhirnverletzten spezialisiert. Außerdem bieten wir eine neurochirurgische Begleitung von Schlaganfallpatienten an. Unser Team steht Ihnen dafür rund um die Uhr zur Verfügung. Die notwendige intensivmedizinische Betreuung wird durch unsere erfahrenen Ärztinnen und Ärzte auf der Intensivstation gewährleistet.

Unsere Leistungen Verletzungen, Abnutzungserscheinungen und Entzündungen

In unserer Klinik für Wirbelsäulenerkrankungen und Neurotraumatologie sind wir auf die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert. Neben der Behandlung von Verletzungen, Abnutzungserscheinungen und Entzündungen an der Wirbelsäule umfasst unser Angebot auch die Therapie von Tumorerkrankungen und die Korrektur von Deformitäten der Wirbelsäule. Dank der hochmodernen Ausstattung unseres Krankenhauses stehen uns zur Diagnostik alle modernen bildgebenden Verfahren, wie beispielsweise MRT, zur Verfügung. Bei Bedarf haben wir die Möglichkeit, interdisziplinär die Kollegen der anderen medizinischen Fachabteilungen unseres SRH Zentralklinikums Suhl hinzu zu ziehen. 

  • Behandlung von Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenosen
  • Funktionserhaltende Operationen an der Wirbelsäule einschließlich Implantation von Bandscheibenprothesen
  • Konservative Therapie und operative Stabilisierung von traumatischen Wirbelkörperfrakturen
  • Therapie von Tumorerkrankungen der Wirbelsäule einschließlich Radiofrequenztumorablation
  • Dorsale und ventrale Spondylodesen einschließlich Wirbelkörperersatz, z.T. minimal-invasiv
  • Behandlung von osteoporotischen Frakturen und Unterstützung in der Einleitung einer medikamentösen Therapie
  • Konservative und operative Therapie der Spondylodiszitis und Spondylitis
  • Behandlung von rheumatisch bedingten Veränderungen an der Wirbelsäule einschließlich Morbus Bechterew
  • Konservative minimal-invasive Therapie mit speziellen Injektionstechniken an der Wirbelsäule (auch CT-gestützt) einschließlich Facetten- und ISG-Denervierung
  • Multimodale nichtoperative orthopädische Komplexbehandlung
  • Schädelhirnverletzungen
  • Neurochirurgische Begleitung von Schlaganfallpatienten
  • Behandlung von Erkrankungen, die das hirnwasserabführende System betreffen
  • Lumbaler Bandscheibenvorfall und lumbale Spinalkanalstenose
  • Zervikaler Bandscheibenvorfall und zervikale Spinalkanalstenose
  • Instabilitäten an der Wirbelsäule
  • Traumatische Wirbelfrakturen
  • Osteoporose und Wirbelfrakturen
  • Entzündungen und Tumoren an der Wirbelsäule
  • Denervierung der Facettengelenke und des ISG
  • Konservative Therapie und Orthopädische Komplexbehandlung

Wir geben Ihnen Rück(en)halt.

Chefarzt Dr. med. Knut Schwerter
häufige Erkrankung
häufige Erkrankung

Bandscheibenvorfall und Spinalkanalstenose

Rückenschmerzen sind häufig harmlos. Sie entstehen meist durch Bewegungsmangel, Muskelverhärtungen oder eine Fehlhaltung der Wirbelsäule und verschwinden nach einigen Tagen in der Regel von selbst wieder.

Andere Rückenbeschwerden dagegen haben eine schwerwiegendere Ursache. Zwei der häufigsten Erkrankungen, die typisch für Rückenschmerzen sind und zu den sog. spezifischen Rückenschmerzen gehören, sind der Bandscheibenvorfall (Prolaps) und die Einengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose). Beide Erkrankungen haben ähnliche Symptome und treten bevorzugt an der Hals- und Lendenwirbelsäule auf.

Die zentralen Bestandteile der Behandlung bei einem Bandscheibenvorfall und einer Spinalkanalstenose sind konservative Therapiemaßnahmen, solange keine neurologischen Ausfälle (z.B. Lähmungen oder Taubheitsgefühle) bestehen. Konservative Maßnahmen sind zum Beispiel die Einnahme von Schmerzmitteln, die Verordnung von Physiotherapie oder auch spezielle und zielgerichtete Injektionen an und in die Wirbelsäule.

Führen diese konservativen Therapieansätze nicht zur gewünschten Beschwerdelinderung und/oder entwickeln sich neurologische Ausfälle als Begleitsymptom, bildet ein operativer Eingriff eine Alternative. In solch einem Fall wird bei einem Bandscheibenvorfall der raumfordernde Anteil der Bandscheibe entfernt, auch Sequestrektomie oder Nukleotomie genannt. Bei einer Spinalkanalstenose kommt eine sogenannte Aufweitung bzw. Ausräumung des Wirbelkanals zum Einsatz (sog. Dekompression). Hier werden Weichteilgewebe und Knochen, die den Kanal einengen, vom Rücken her entfernt. Beide Eingriffe sind minimalinvasive Eingriffe und werden bei uns nahezu täglich und ausschließlich mit dem Mikroskop über einen kleinen Hautschnitt durchgeführt. 

An der Halswirbelsäule findet man den Bandscheibenvorfall oder die Spinalkanalstenose häufig vor dem Rückenmark (ventral), sodass diese operativen Eingriffe dann in den meisten Fällen von vorn ebenfalls über einen kleinen Hautschnitt unter dem Mikroskop durchgeführt werden. Während dieses Eingriffes muss die Bandscheibe entfernt und anschließend ersetzt werden. Wir bieten Ihnen bei solch einem Bandscheibenersatz sowohl die Implantation einer Bandscheibenprothese als auch eine Versteifung an. Auch wenn die Versteifung bei den meisten Betroffenen Skepsis hervorruft, so ist die Versteifung bei Eingriffen an der Halswirbelsäule von vorn ein etabliertes, risikoarmes und anerkanntes chirurgisches Therapieverfahren.

Wir führen beide operative Verfahren hier in Suhl am Zentralklinikum durch, unser Ärzteteam ist auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand sowie vertraut und erfahren mit beiden Techniken. Wir beraten Sie Im Fall eines notwendigen chirurgischen Eingriffes gern, umfassend und sicher.

Wirbelfrakturen können sowohl im Rahmen eines Unfalls als auch bei einer Osteoporose oder einer Tumorerkrankung auftreten. In vielen Fällen gelingt eine Ausheilung des Wirbelkörperbruches mit einer konservativen Therapie von allein mit der Ruhigstellung der Wirbelsäule in einer Orthese.

Bei anhaltenden Schmerzen oder instabilen Wirbelkörperbrüchen, Achsabknickungen oder neurologischen Defiziten ist eine operative Stabilisierung der Wirbelfraktur notwendig. Je nach Alter und Schwere der Verletzungen gibt es verschiedene Methoden der Stabilisierung der frakturierten Wirbelkörper.

Bei einem komplizierten Wirbelkörperbruch mit verschobenen Bruchkanten bieten wir Ihnen die Stabilisierung des betroffenen Wirbelsäulenabschnittes mit einem Schrauben-Stab-System an. In seltenen Fällen sind zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen in Form eines Bandscheibenersatzes oder eines Wirbelkörperersatzes notwendig.

Bei stabilen Wirbelkörperbrüchen, die unter einer ausreichenden Schmerztherapie nicht beherrschbar sind, oder die im Verlauf nachgeben (sintern), bieten wir Ihnen in unserer Klinik auch die Möglichkeit der Kyphoplastie an. Bei einer Kyphoplastie wird die Höhe des Wirbelkörpers durch einen Ballon, der in den Wirbelkörper eingeführt wird, oder durch ein Implantat, das im Wirbelkörper verbleibt, wiederhergestellt. Anschließend wird der Wirbelkörper mit Zement aufgefüllt und dadurch langfristig stabilisiert. Dieser kleine Eingriff bietet sich ganz besonders bei osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen an, die vor allem die älteren Patienten betreffen.

Ziel der operativen Behandlung ist es, die Wirbelsäule und die Höhe der Wirbelkörper zu stabilisieren und damit eine weitere Achsabknickung zu verhindern oder zu beheben. Ein weiterer Vorteil der operativen Versorgung ist die rasche Wiedererlangung der Vollbelastung und Mobilität.

Wirbelkörperfrakturen
Wirbelkörperfrakturen

Wenn Wirbel brechen

Wirbelfrakturen können sowohl im Rahmen eines Unfalls als auch bei einer Osteoporose oder einer Tumorerkrankung auftreten. In vielen Fällen gelingt eine Ausheilung des Wirbelkörperbruches mit einer konservativen Therapie von allein mit der Ruhigstellung der Wirbelsäule in einer Orthese.

Bei anhaltenden Schmerzen oder instabilen Wirbelkörperbrüchen, Achsabknickungen oder neurologischen Defiziten ist eine operative Stabilisierung der Wirbelfraktur notwendig. Je nach Alter und Schwere der Verletzungen gibt es verschiedene Methoden der Stabilisierung der frakturierten Wirbelkörper.

Bei einem komplizierten Wirbelkörperbruch mit verschobenen Bruchkanten bieten wir Ihnen die Stabilisierung des betroffenen Wirbelsäulenabschnittes mit einem Schrauben-Stab-System an. In seltenen Fällen sind zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen in Form eines Bandscheibenersatzes oder eines Wirbelkörperersatzes notwendig.

Bei stabilen Wirbelkörperbrüchen, die unter einer ausreichenden Schmerztherapie nicht beherrschbar sind, oder die im Verlauf nachgeben (sintern), bieten wir Ihnen in unserer Klinik auch die Möglichkeit der Kyphoplastie an. Bei einer Kyphoplastie wird die Höhe des Wirbelkörpers durch einen Ballon, der in den Wirbelkörper eingeführt wird, oder durch ein Implantat, das im Wirbelkörper verbleibt, wiederhergestellt. Anschließend wird der Wirbelkörper mit Zement aufgefüllt und dadurch langfristig stabilisiert. Dieser kleine Eingriff bietet sich ganz besonders bei osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen an, die vor allem die älteren Patienten betreffen.

Ziel der operativen Behandlung ist es, die Wirbelsäule und die Höhe der Wirbelkörper zu stabilisieren und damit eine weitere Achsabknickung zu verhindern oder zu beheben. Ein weiterer Vorteil der operativen Versorgung ist die rasche Wiedererlangung der Vollbelastung und Mobilität.

Korrekturoperationen
Korrekturoperationen

Instabilitäten und Deformitäten

Es gibt eine Vielzahl von Wirbelsäulendeformitäten mit den unterschiedlichsten Ursachen. Die häufigsten Ursachen für eine Deformität oder Instabilität an der Wirbelsäule sind sowohl angeborene als auch erworbene degenerative Skoliosen, ein Wirbelgleiten oder schwere degenerative Veränderungen an den Bandscheiben infolge einer Entzündung oder nach mehrfachen Bandscheibenoperationen.

Ab einem gewissen Schweregrad führen die Deformitäten und Instabilitäten zu einer Dekompensation der Wirbelsäulenstatik. Neben anhaltenden Schmerzen und eingeschränkter Mobilität können auch neurologische Probleme bzw. Defizite hinzukommen.In vielen Fällen kann das Fortschreiten der Verkrümmung oder Deformität durch physiotherapeutische Maßnahmen abgebremst oder aufgehalten werden. Ist die Deformität so stark ausgeprägt, dass neurologische Defizite auftreten und konservative Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind, kann eine operativ korrigierende Maßnahmen an der Wirbelsäule nötig und sinnvoll sein.

Oftmals reicht dann ein kleiner operativer Eingriff nicht mehr aus, sodass Implantate in und an die Wirbelsäule gesetzt werden müssen. In der Regel handelt es sich hier um die Implantation eines Schrauben-Stab-Systems in den betroffenen Wirbelsäulenabschnitt. Im Rahmen einer Versteifung werden dann die Bandscheiben durch Knochen und Implantate, sog. Cages, ersetzt und dabei die Deformität korrigiert. Für Ihre optimale Versorgung bleiben wir auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand und bieten Ihnen nahezu alle Optionen der operativen Wiederherstellung Ihrer Wirbelsäule an.

Mit einer umfangreichen Stufendiagnostik suchen wir nach der Ursache für Ihre Beschwerden und finden gemeinsam mit Ihnen den für Sie passenden operativen Eingriff. In unserem Haus werden Sie dazu perioperativ durch unsere erfahrenen Anästhesisten und postoperativ auf der Wachstation (IMC) oder Intensivstation professionell betreut, sodass  Sie auch bei größeren operativen Eingriffen schnell wieder mobil sind. Je nach Schwere der Operation kümmern wir uns nach Ihrem stationären Aufenthalt um Ihre weitere ambulante Betreuung in unseren MVZ-Sprechstunden und um die Organisation einer eventuell notwenigen Rehabilitationsmaßnahme.

Konservativ vor operativ
Konservativ vor operativ

Nicht operative orthopädische Komplexbehandlung

Nicht alle Erkrankungen an der Wirbelsäule erfordern immer gleich eine Operation. In vielen Fällen sind sogenannte konservative Therapieoptionen eine gute Alternative, um eine Operation an der Wirbelsäule abzuwenden oder vor einer eventuell geplanten Operation unter stationären Bedingungen möglichst alle konservativen Therapiemöglichkeiten auszuschöpfen.

Über eine damit verbundene Stufendiagnostik kann oftmals die Ursache für die Beschwerden weiter eingegrenzt und in vielen Fällen gezielt behandelt werden. Wir bieten Ihnen dafür eine multimodale nicht operative orthopädische Komplexbehandlung in unserer Klinik an. Eine multimodale Komplexbehandlung dauert in der Regel 13 Tage und beinhaltet eine orthopädische, schmerztherapeutische, neurologische und psychologische Diagnostik. Während des Aufenthaltes erhalten Sie einen auf Sie abgestimmten individuellen Behandlungsplan, eine medizinische Behandlung mit Infusionen und lokalen Injektionen an der Wirbelsäule sowie Einzel- und Gruppentherapien wie zum Beispiel Rückenschule oder Gerätetraining und Schulungen.

Während des Aufenthaltes werden Sie von einem interdisziplinären Expertenteam betreut, das den Behandlungsablauf permanent kontrolliert und sichert. In wöchentlichen Teamsitzungen wird mit unseren Physiotherapeuten, Neurologen, Schmerztherapeuten und Psychologen Ihr Fall besprochen, um für Sie den optimalen Therapieplan zu entwickeln. Darüber hinaus bieten wir Ihnen über unseren Sozialdienst die Möglichkeit an, die stationäre Behandlung im Anschluss mit einer ambulanten oder stationären Rehabilitation zu ergänzen. Sollten nach Abschluss der konservativen Therapiemaßnahmen immer noch Beschwerden bestehen, haben Sie die Gelegenheit, in unserer ambulanten Wirbelsäulensprechstunde mit uns weitere Therapieoptionen wie zum Beispiel eine Operation zu besprechen und zu planen.

Rückenschmerzen, werden häufig durch einen Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke  (Facettengelenke) oder auch durch Schmerzen im Bereich des Iliosacralgelenkes (ISG) hervorgerufen. Bei solch einem Facettengelenk- oder ISG-Syndrom sind im Wesentlichen die schmerzleitenden Nervenfasern der Facetten- bzw. ISG-Gelenke Ausgangspunkt für die chronisch dumpfen Rückenschmerzen. Werden diese Nerven ausgeschaltet, wird der Übertragungsweg gestoppt und die Schmerzwahrnehmung wird verhindert.

So können bei anhaltenden Schmerzen die Nerven der Facettengelenke und Iliosacralgelenke mit einer Spezialsonde unempfindlich gemacht werden. Dabei wird die Sonde an die Gelenke gesetzt und anschließend lokal und kontrolliert erhitzt. Man bezeichnet dieses Verfahren als Facetten- bzw. ISG-Denervierung oder Verödung der kleinen Wirbelgelenke. Für eine erfolgreiche Behandlung dieser Schmerzen muss eine Injektion bzw. Infiltration an die Facetten- bzw. ISG-Gelenke vorausgegangen sein, die aber nur für eine kurze Zeit Beschwerdelinderung gebracht hat.

Die Denervierung ist heutzutage ein modernes minimal-invasives Verfahren, das eine Behandlungsoption darstellt, wenn konservative Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden nicht mehr ausreichen. Durch die einwirkende Hitze werden die schmerzleitenden Nervenfasern der Wirbel- und ISG-Gelenke in einem umschriebenen Bereich abgetötet, was zu einer Unterbrechung der Weiterleitung von Schmerzinformationen führt und damit die Rückenschmerzen lindert.

Die Wirkung hält meist bis zu 2 Jahre an. Der Eingriff kann mehrfach wiederholt werden. Das Verfahren ist sehr schonend und komplikationsarm und kann sowohl ambulant unter örtlicher Betäubung als auch während eines kurzen stationären Aufenthalts in Narkose endoskopisch mit kleinen Hautschnitten unter Sicht durchgeführt werden. 

Nach der Operation
Nach der Operation

Wie findet die beste Nachbehandlung statt?

Nach einer Wirbelsäulenoperation besteht die Möglichkeit, eine Rehabilitationsbehandlung durchzuführen. Die Durchführung einer Rehabilitation nach einer Wirbelsäulenoperation ist jedoch nicht in allen Fällen medizinisch erforderlich. In der überwiegenden Zahl der Fälle ist die Rehabilitation eine Option und als Alternative zu einer ambulanten Physiotherapie zu sehen. Liegen vor oder nach einem Eingriff neurologische Störungen wie Lähmungen, Gangstörungen oder Koordinationsstörungen vor, ist eine Rehabilitation angeraten, um durch ein intensives und gezieltes Training zu helfen, dauerhafte Einschränkungen zu vermeiden. Gegebenenfalls kann eine Rehabilitationmaßnahme auch aus sozialen Gründen sinnvoll sein, wenn sonst die Versorgung zu Hause nach der Operation erschwert ist (z. B. alleinstehende oder ältere Patientinnen und Patienten).

In vielen Fällen sollte eine Rehabilitationsbehandlung nicht zu früh nach der Operation beginnen. Allgemein empfehlen wir einen Beginn der Maßnahme nach einer Operation ohne Implantate frühestens nach 6 Wochen; nach Operationen mit Implantaten frühestens nach 4 bis 12 Wochen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Wundverhältnisse abgeheilt, die eventuellen Implantate integriert und Ihre allgemeine Mobilität soweit wiederhergestellt, dass Sie das Angebot einer Rehabilitationsbehandlung auch in vollem Umfang wahrnehmen können.

Ambulanzen und Öffnungszeiten Wir sind für Sie da

Allgemeiner Kontakt
Sekretariat Annerose Heß
Telefon 03681 35-5766
Fax 03681 35-5776
E-Mail annerose.hess@srh.de
Adresse Albert-Schweitzer-Straße 2, 98527 Suhl
Station E.3
Sprechzeiten

Notfallsprechstunde

In unserer Notfallaufnahme stehen wir Ihnen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung.

Wirbelsäulensprechstunde

Ansprechpartner Orthopädische Ambulanz
Telefon 03681 35-5757

Bitte vergessen Sie nicht die Überweisung Ihres Facharztes für Orthopädie/Unfallchirurgie oder Chirurgie.

Montag 08:00 – 14:30 Uhr
Mittwoch 08:00 – 15:00 Uhr

Servicesprechstunde für spezielle neurochirurgische Fragestellungen

Ansprechpartner Orthopädische Ambulanz
Telefon 03681 35-5757

nach vorheriger Absprache

Freitag 10:00 – 13:00 Uhr

Aus-, Fort- und Weiterbildung Wir geben unser Wissen weiter

Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, unseren Mitarbeitenden der Klinik Wirbelsäulenerkrankungen in Suhl regelmäßig Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. Hierzu führen unsere Ärztinnen und Ärzte sowie Experten selbst häufig interne Veranstaltungen durch. Gleichzeitig verstehen wir uns als Ausbildungszentrum für Ärztinnen und Ärzte jenseits unseres Klinikums und sind regelmäßig auf nationalen und internationalen Kongressen vertreten, um auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu bleiben.

  • Facharzt für Neurochirurgie (24 Monate)
  • Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Verbund mit der Klinik für Unfallchirurgie, Septische Chirurgie und Handchirurgie sowie der Klinik für Orthopädie und Endoprothetik

Im Einsatz für Ihre Gesundheit Die Facharztpraxen unserer SRH Poliklinik

Mit ihren Praxen in Südthüringen und Franken sind die Ärztinnen und Ärzte unserer SRH Poliklinik für ihre Patientinnen und Patienten da. Untereinander gut vernetzt und mit unserem SRH Zentralklinikum Suhl eng verbunden, finden sie die beste Behandlung und sorgen gemeinsam mit Ihnen für Ihre Gesundheit vor.

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Unsere offenen Stellen
Informationen zu Patientenbesuchen

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