Genereller Besucherstopp

Der Krankenbesuch ist generell nicht gestattet.

  • Schwerstkranke Patienten sowie Patienten am Lebensende dürfen ausnahmsweise besucht werden, Besucher müssen geimpft, offiziell getestet oder genesen sein (3G)
  • Kinder auf den Kinderstationen und ihre Begleitpersonen dürfen weiterhin regulär von einem Angehörigen (>16 Jahre) besucht werden, Besucher müssen geimpft, offiziell getestet oder genesen sein (3G)
  • Väter dürfen zur Entbindung dabei sein. Ein Antigen-Schnelltest im Kreißsaal ist obligat. Familienzimmer bieten wir zurzeit nicht an.
  • Persönliche Arztgespräche im Klinikum sind generell nicht möglich. Ausnahmen gelten bei dringender medizinischer Erfordernis, die der Arzt festlegt.
  • Abholen oder Bringen von Patienten ist möglich, um unsere Stationen/Ambulanzen zu entlasten oder bei zwingender Notwendigkeit. Für die Abholer und Bringer gilt die 3G-Regel
  • Ambulante Sprechstunden und Sprechstunden in der SRH Poliklinik können regulär besucht werden. Wir raten dazu, geimpft, getestet oder genesen zu sein (3G)
  • Begleitpersonen, gerade bei ambulanten Patienten oder Sprechstundenbesuchen, sollen nicht mit ins Klinikum kommen.
  • Generelle Hygienemaßnahmen 
  • Verpflichtend für alle Besucher unseres Klinikums: Abstand halten, medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen und Hände desinfizieren
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  • Zentralklinikum Suhl

Zwei strahlende Mediziner

Nach fast sieben Jahren im SRH Zentralklinikum Suhl verabschiedet sich PD Dr. med. Jürgen Füller (nicht so ganz) in den Ruhestand.

Nach fast sieben Jahren im SRH Zentralklinikum Suhl verabschiedet sich PD Dr. med. Jürgen Füller (nicht so ganz) in den Ruhestand. Seine Nachfolge im Amt als Chefarzt der überregional bedeutsamen Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie übernimmt der bisherige Leitende Oberarzt, Dr. med. Ronny Kruschel.  

In stürmischen Zeiten kam Dr. Füller am 1. Februar 2015 ins SRH Zentralklinikum Suhl. Geschäftsführer Dr. Uwe Leder hatte ihn, den Chefarzt der Geraer Strahlenklinik, gebeten, mit seiner Kompetenz bei der Stabilisierung der Suhler Strahlenklinik einzuspringen. Füller, der Jenenser Privatdozent und Geraner Chefarzt, für den Suhl immer schon familiäre Auszeiten im hiesigen Garten der Familie bedeuteten, lies sich auf das Experiment „Subbotnik“ ein. Zunächst kommissarisch übernahm er damals die Leitung der Strahlenklinik. 

Aus der kurz geplanten Liaison wurde rasch mehr. Nach einem Jahr in Suhl übernahm Dr. Füller die Leitung der Strahlenklinik vollständig. Den Mut von damals, mit 60 Jahren noch einmal neu zu starten, bereut er keineswegs. Mit seinem Team habe es von Anfang an einfach gepasst. Mit den Patientinnen und Patienten ohnehin. Aber auch darüber hinaus. „Ich möchte mich für die siebenjährige gute interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fachgebieten, die gemeinsamen konstruktiven Tumorboards sowie die gute Kommunikation mit der Geschäftsführung herzlich bedanken“, schreibt der Chefarzt im Intranet des Klinikums. Sein Dank gelte vor allem aber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie sowie den pflegerischen Teams der Stationen E.4, 1.1, 4.1 und den internistischen Stationen, „die unsere stationären strahlentherapeutischen Patienten bestens betreuten und betreuen.“   

Ihr Pressekontakt

Seit dem Jahr 2015 hat Dr. Füller Vieles für seine Patientinnen und Patienten bewegt. Über zwei moderne Linearbeschleuniger verfügte die Klinik damals. Um ihr Potential noch besser zu nutzen und Patienten so schonend wie nur möglich bestrahlen zu können, ließ Dr. Füller ein damals in Thüringen einzigartiges 3D-Lagerungssystem installieren. Im Jahr 2019 schließlich wurde ein TrueBeam-Beschleuniger der allerneusten Generation für zwei Millionen Euro eingebaut. „Elf strahlentherapeutische Kliniken und Praxen gibt es in Thüringen, nur zwei davon südlich des Rennsteigs. Mir war und ist es ein Anliegen, dass wir unsere Patientinnen und Patienten so gut wie nur möglich versorgen“, erklärt Dr. Füller.  

Der 66jährige Privatdozent hat bis 1982 in Jena studiert und dort den Facharzt für Radiologie erworben. Von Beginn an war er in der Strahlentherapie tätig: ab 1992 als Oberarzt in Jena, ab 1997 als leitender Oberarzt. Im Februar 2010 übernahm er die Leitung der Klinik für Strahlentherapie im SRH Wald-Klinikum Gera, seit 2015 leitete er die Klinik für Strahlentherapie im SRH Zentralklinikum Suhl. Seinen Patientinnen und Patienten in der SRH Poliklinik Suhl wird Dr. Füller an zwei Tagen pro Woche weiter zur Verfügung stehen und so sein Team auch künftig unterstützen.  

Leitung planmäßig übergeben 

Als Dr. med. Ronny Kruschel am 1. Januar 2020 an das SRH Zentralklinikum Suhl wechselte, war der nahende Ruhestand von Dr. Füller kein Geheimnis. Auch mit der Aussicht, in die Fußstapfen des Chefarztes zu treten, arbeiten Dr. Kruschel und Dr. Füller von Beginn an Seite an Seite. Sie entwickelten Ideen, wie sie ihr ambulantes und stationäres Angebot für die vielen Patientinnen und Patienten noch verbessern könnten. Sprechstunden wurden angepasst, Technik eingeführt, die die Bestrahlung für Patienten noch einfacher macht und das Team entlastet. Zuletzt konnte der Aufnahmebereich der Klinik umgebaut und erweitert werden, sodass Patienten noch rascher aufgenommen werden können.  

Pro Jahr werden rund 450 Patientinnen und Patienten aus dem Süden Thüringens und Oberfranken mit einer Krebserkrankung und rund 1.500 Patienten mit gutartigen Erkrankungen wie Fersenspornen oder degenerativen Gelenkerkrankungen in der Klinik und Poliklinik behandelt.  Zwischen zehn und 40 Mal kommen sie üblicherweise zur Bestrahlung in die Klinik. „Da ist es wichtig, dass wir eingespielt wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren“, bekennt der neue Chefarzt Dr. Kruschel. Darüber hinaus lege er wie Dr. Füller schon größten Wert auf den Austausch über Fachgrenzen hinweg: „Die Tumorkonferenz, in der wir gemeinsam mit Chirurgen, Onkologen, Pathologen, Internisten und anderen Disziplinen jede onkologische Erkrankung besprechen, hat für mich höchsten Stellenwert. Gemeinsam können wir am besten helfen“, ist er überzeugt. Dass sich das Klinikum seit Kurzem auch als Betreiber einer ambulanten Beratungsstelle für an Krebs Erkrankte und ihre Angehörigen engagiert, ist zu einem guten Stück auch Dr. Kruschel zu verdanken, der das Vorhaben von Beginn an mit vorantrieb. „Wir müssen Erkrankungen natürlich in erster Linie medizinisch betrachten, dürfen aber ihre Auswirkungen auf das Leben unserer Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen dabei niemals außer Acht lassen. Ich bin froh, dass wir hier mit der einzigen Krebsberatungsstelle in Südthüringen einen fest Pflock für unsere Patientinnen und Patienten einschlagen“, so Kruschel.  

Für die nächsten Jahre legt der Chefarzt seinen Fokus auf die Vernetzung in der Region sowie die weitere Digitalisierung seiner Klinik. Außerdem steht die Planung für die Sanierung der Klinik an – schließlich wurde das Gebäude vor fast 35 Jahren errichtet. Viel zu tun, für den neuen Chefarzt Dr. Ronny Kruschel.  

Zur Person: Aufgewachsen in Bautzen/Oberlausitz studierte Ronny Kruschel in Leipzig. Nach einer kurzen Station in Dresden wechselte er direkt an das Universitätsklinikum Jena. Hier arbeitete Dr. Kruschel für 15 Jahre in der Strahlenklinik, leitete sie nach dem Ausscheiden von Prof. T. G. Wendt mit einer Kollegin bis zur Neubesetzung des Lehrstuhls für Strahlentherapie und Radioonkologie im Tagesgeschäft und übernahm eine Vielzahl an Lehrveranstaltungen. Außerdem war er in Jena bereits ambulant tätigt. In Jena konnte Dr. Kruschel außerdem, damals noch in der Rolle des Weiterbildungsassistenten, Chefarzt Dr. Jürgen Füller kennenlernen. Obwohl zuhause in Jena gleich vier Kids – zwei Zwillingspärchen (Sie lesen richtig!) - auf ihn warten, ist Dr. Kruschel in Suhl richtig gut angekommen.  

Informationen zu Patientenbesuchen

Zu den aktuellen Besuchsregeln erfahren Sie alles auf unserer Besucher-Seite: