Der neue „Rollator-Parcours“ der Geriatrischen Rehabilitation am SRH Zentralklinikum Suhl ermöglicht es den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, den Umgang mit ihren Hilfsmitteln und den sicheren Tritt im Alltag zu trainieren.
Rollator-Parcours eröffnet: Schritt für Schritt Richtung Alltag

Für Seniorinnen und Senioren ist es alles andere als trivial, mit verschiedenen Straßenbelägen umzugehen. Nicht nur in Suhl ist manchmal einiges Geschick nötig, um die unterschiedlichen Untergründe unfallfrei zu bewältigen. Mehr noch, wenn man auf Hilfsmittel, wie Gehstützen oder Rollatoren angewiesen ist.
Aus diesem Grund hat die Klinik für Geriatrische Rehabilitation am SRH Zentralklinikum Suhl einen eigenen „Rollator-Parcours“ bauen lassen. Unter sicheren und kontrollierten Bedingungen können Rehabilitandinnen und Rehabilitanden hier den Umgang mit ihren Hilfsmitteln und den sicheren Tritt im Alltag trainieren.
„Auf verschiedenen Untergründen, wie Teer, Kies, Pflaster und Gras trainieren wir die Trittsicherheit – immer unterstützt von unseren Therapeutinnen und Therapeuten“, erklärt Chefarzt Sebastian Orellano. „Im Alltag setzen sich unsere Rehabilitanden oftmals unter Druck. Hier haben sie alle Zeit, um Bewegungsabläufe in aller Ruhe einzuüben.“
Therapieleiter Matthias Menz ergänzt: „Der kleine Parcours direkt vor der Haustür kann wunderbar dabei unterstützen, Motorik und Gleichgewicht zu trainieren. Außerdem haben wir die Möglichkeit, kleine Steigungen oder Gefälle sowie Kanten, wie vom Gehweg auf die Straße, zu üben. Das schafft im Alltag nach der Reha ein tüchtiges Stück Sicherheit.“
Für den Bau besonders stark gemacht hatte sich Pflegedienstleiterin Silke Müller. Sie war es auch, die Klinikseelsorger Albert Schaeffer zur Segnung des Platzes einlud. „Wir wollen, dass alle unsere Rehabilitandinnen und Rehabilitanden allzeit sicher unterwegs sind. Mit Gottes Segen wird das noch besser gelingen“, ist sie überzeugt. Der Rollator-Parcours passe ideal zum Konzept der Klinik, das die Alltagskompetenzen in den Fokus nimmt. „Wir wollen unsere Rehabilitanden so sicher wie nur möglich und vor allem mit mehr Lebensqualität in ihren Alltag entlassen. Dazu ist unsere neue Rollatorstrecke ein tolles Puzzlestück.“
Der Parcours entstand auf einer kleinen Freifläche unmittelbar zwischen Zentrum für Altersmedizin und Blutspendeinstitut. Rund 8.500€ hat seine Errichtung gekostet. Rund 900 Rehabilitandinnen und Rehabilitanden werden pro Jahr in der SRH Geriatrischen Rehaklinik von sechs Ärztinnen und Ärzten, 32 Pflegekräften sowie 15 Therapeutinnen und Therapeuten behandelt. Auch die Gäste der SRH Kurzzeitpflege, ebenfalls im Zentrum für Altersmedizin ansässig, profitieren von der neuen Möglichkeit.
