Unsere Frühchen - und was aus ihnen geworden ist

Eine lange Geschichte hat die Frühchen-Medizin in Suhl. Wir haben deshalb nach "ehemaligen" Frühchen gesucht. Und sind fündig geworden. Fangen wir mit Andreas und Vincent an. Andreas ist im Suhler Klinikum geboren. 1987 war das. Und er war ein Frühchen.

Nur 1.450 Gramm wog Andreas bei der Geburt.

Er wurde auf unserer Frühchen-Station aufgepeppelt und betreut. Nach seinem langem Krankenhaus-Aufenthalt haben ihn seine Eltern gleich mit 2 Trabis nach Hause geholt (...falls einer unterwegs kaputt geht).

Andreas' Sohn Vincent ist 2017 in Suhl geboren

- und war wiederum ein Frühchen. "Wir haben die Geschichte einfach wiederholt", lacht der stolze Papa.

Anika

Dass Anika fast 10 Wochen zu früh zur Welt kam, kann man heute kaum mehr glauben. Die junge Frau studiert heute Psychologie und erkundet die weite Welt, war auf allen Kontinenten mindestens einmal zu Gast.

Nur ungefähr 1.450 Gramm wog Anika bei ihrer Geburt.

Anfang der 90er Jahre war das Team unserer Frühchenstation für sie und ihre Eltern da.

Lea und Paula

Sie waren das erste Zwillingspaar, was auf unserer neuen Frühchenstation gemeinsam in einem großen Wärmebett liegen durfte. Auch wenn sie nur ein bisschen zu früh kamen.

Von Geburt an war das Wasser ihr Element.

Heute trainieren die Zwillingsmädchen mit einem eigenen Kopf bald Rettungsschwimmerinnen zu sein - auch, um dann anderen helfen zu können.

Eloisa

Eloisa ist auf der Frühchenstation eine "Legende". Als sie 2003 zur Welt kam, wog sie gerade einmal 470g. Viele Wochen kämpfte sie sich mit der Hilfe unserer Frühchenstation ins Leben.

Verrückt nach Pferden ist Eloisa heute

- und möchte mit einer Ausbildung zur Krankenschwester, natürlich am liebsten in Suhl, bald anderen helfen.

Ian Lennox

Auf dem Motorrad dreht Ian Lennox richtig auf - und das einzige was an seine zu frühe Geburt erinnert, ist die Brille, die er auch unter der Crossbrille trägt.

Auf der Frühchenstation nahm der damals nur 738g schwere Ian

Seine Gelbsucht, eine bei Frühchen nicht unübliche Erkrankung, wurde unter anderem mittels Licht therapiert.

Katja

Das Thema Frühchen begleitet Katja Liebold durch ihr gesamtes Leben.

Sie selbst ist sieben Wochen zu früh zur Welt gekommen

- ihre Zwillingstöchter Cosma und Hannah wurden acht Wochen vor dem eigentlichen Entbindungstermin geboren und viele der kleinen Patienten, die sie als Heilpädagogin in einer Frühförderstelle betreut, sind ebenfalls (ehemalige) Frühchen.

Miko

Miko hat so ziemlich jede Komplikation, die bei einem Extremfrühchen auftreten kann, mitgenommen. Er hat geistige wie körperliche Behinderungen und musste bisher schon 18 Mal operiert werden. Davon lassen sich der Junge und seine Familie jedoch nicht unterkriegen.

Miko und seine Familie haben gekämpft und kämpfen täglich weiter.

Denn es lohnt sich für so einen wundervollen, fitten kleinen Mann.

Sarah

Dass Sarahs Start etwas holprig war, sie als Frühchen eine Hirnblutung erlitten hatte und in Suhl rundum betreut werden musste, erinnert heute nichts mehr.

Heute erkundet die Controllerin die Welt

- und geht beim Extrem-Wandern an ihre Grenzen.

Danke, dass ihr geschaut habt

Das waren unsere Frühchen von einst. Zumindest einige von ihnen. Mehr zum Projekt und zum Frühchenzentrum gibt es auf unserer Website.