Ausbildung
Ausbildung im Klinikum

Urologie

Wir sind modern ausgestattet und arbeiten auf höchstem Qualitätsniveau. Hier finden Sie eine Auswahl unseres Leistungsangebots:

So erreichen Sie uns!

Dr. med. Udo Wachter

Dr. med.
Udo Wachter
Chefarzt

Chefarztsekretariat
Steffi Gibson

Telefon: 03681 35-5700
Telefax: 03681 35-5701
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Kontinenz

Diagnostik und Therapie

  • Wasserstrahl-Verfahren (Aquabeam) von gutartigen Prostatavergrößerungen
  • Operative und medikamentöse Tumorbehandlung
  • Radikale Prostataentfernung (retropubisch)
  • Operative Therapie der Prostatavergrößerung
  • Nierentumorchirurgie (minimal-invasiv, organerhaltend)
  • Harnsteinentfernung (Zertrümmerung/ ESWL)
  • Laseranwendung
  • Harnblasenentfernung
  • Wiederherstellung der Harnröhre
  • Nierenbeckenplastik
  • Nebenhoden- und Hodenentfernung
  • Kontinenzbehandlung
  • Sterilisationsbehandlung
  • Diagnostik und Behandlung von Erektionsproblemen
  • Photodynamische Diagnostik
  • Bipolare Tumorentfernung 

Wasserstrahl-Verfahren bei Prostata-Vergrößerungen

Bisher erfolgt ein Eingriff zur Verkleinerung der Prostata klassisch chirurgisch oder mit minimalinvasiven Instrumenten.  Nun kann überschüssiges Prostata-Gewebe mit einem kleinen Wasserstrahl-Gerät mit chirurgischer Präzision abgetragen werden. Das Verfahren nennt sich Aqua-Beam. „Der Eingriff unter Sonographie-Kontrolle dauert nur rund 10 Minuten und ist damit wesentlich sanfter als eine konventionelle Operation. Der Eingriff findet natürlich in Narkose statt und ist das schonendste Verfahren, das zurzeit in der Urologie angeboten wird“, ergänz Oberärztin Dr. Andrea Sauer. Eine schmale Sonde des Wasserstrahlgeräts wird durch die Harnröhre des Patienten zur Prostata vorgeschoben. Das winzige Wasserstrahlgerät entfaltet dort punktgenau die vorher computerberechnete Wasser-Strahlkraft und trägt den exakt geplanten Gewebeteil ab. So wird das umliegende Gewebe maximal geschont und das Operationsergebnis weicht nicht von der Vorplanung am Computer ab. „Selbst große Prostata-Operationen, die wir bisher mit einem Gewebeschnitt durchführen mussten, können nun in kürzester Zeit durchgeführt werden“, so Chefarzt Dr. Wachter. „Es ist ein Meilenstein für die Versorgung prostataerkrankter Männer“, weiß der Chefarzt.

Sakrale Neurostimulation hilft bei Harn- und Stuhlinkontinenz

Patienten mit Stuhl- oder Harninkontinenz werden im Suhler Klinikum mit sakralen Neurostimulatoren versorgt. Dabei arbeiten die Kliniken für Urologie sowie die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit dem Thüringer Beckenbodenzentrum Suhl zusammen. Nach einer externen Testphase wird der Impulsgeber an einer anatomisch günstigen Stelle am Gesäß implantiert. Mit einer schwachen, unmerklichen elektrischen Stimulation von Nerven sorgt er dafür, dass Harn oder Stuhl nicht unkontrolliert abgehen. Dazu werden die dünnen Elektroden des rund vier mal fünf Zentimeter großen und acht Millimeter flachen Impulsgebers unter Röntgenkontrolle an den Sakralnerv angedockt. Das geschieht durch eine von vier natürlichen Öffnungen im Kreuzbein, durch die die Elektroden bis zum Sakralnerv vorgeschoben werden. Dieser Eingriff erfolgt unter Vollnarkose mit nur kleinen Schnitten. Später stellt der Arzt die individuell nötigen elektrischen Impulse berührungslos (telemetrisch) ein. Der Patient erhält zusätzlich eine Fernbedienung, um den Schrittmacher zu steuern. Die Batterie hält rund fünf bis neun Jahre.

Schonende Operationsverfahren

In unserer Klinik setzen wir – wo immer es geht – schonende, so genannte minimal invasive, Verfahren ein. Davon profitieren unsere Patienten. Denn diese Techniken beschleunigen die Heilung nach einer Operation. Die Vorteile der minimal-invasiven Operationsmethoden liegen auf der Hand: Laparoskopisch operierte Patienten erholen sich nach dem Eingriff deutlich schneller und müssen weniger lang im Krankenhaus bleiben. Sie finden sich schneller im Alltag zurecht und können eher wieder zur Arbeit gehen. Die schonende Operationstechnik verursacht außerdem weniger postoperative Schmerzen. Auch der Blutverlust ist dank der minimal-invasiven Zugangswege geringer als bei den offenen chirurgischen Verfahren. Außerdem behält der Patient nur kleine Narben, was zu einem bestmöglichen kosmetischen Ergebnis führt.

Anlage einer Nierenbeckenplastik

Wir behandeln in unserer Klinik auch Patienten, die unter einer Störung des Harnabflusses zwischen Nierenbecken und Harnleiter (Ureterabgangsstenose) leiden. In diesem Falle helfen wir mit einer laparoskopischen Nierenbeckenplastik, die den Harnfluss wieder reguliert. Für diese rekonstruktiven Eingriffe an den oberen Harnwegen sind wir besonders spezialisiert. Um die Engstelle zu beseitigen, ist ein komplexer Eingriff nötig: die Anlage einer so genannten Nierenbeckenplastik. Dies wird bei uns per Laparoskopie vorgenommen. Dabei werden die medizinischen Instrumente für den Eingriff über eine kleine Röhre, für die es nur geringfügige Schnitte braucht, in den Körper des Patienten gebracht. Schon nach wenigen Tagen auf unserer Station können die Patienten deshalb die Klinik bereits wieder verlassen.

Laparoskopie an Nieren und Harnleiter

Die Laparoskopie ist ein schonendes und bei uns in der Klinik häufig eingesetztes Verfahren. Bei einer Bauchspiegelung betrachten wir die Baucheingeweide mit Hilfe eines optischen Gerätes (Laparoskop oder Endoskop). Über kleine Hautschnitte bringen wir spezielle Instrumente in das Körperinnere ein (Schlüssellochchirurgie). Über drei bis fünf kleine Löcher in der Bauchdecke bringen wir dann Hohlnadeln (Trokare) ein, über die wir Kamera und Mikroinstrumente einführen. Das System mit Bauchspiegel, Beleuchtung, Linsen und Minikamera erlaubt einen Blick in das Körperinnere. Dank des Vergrößerungseffekts der Bauchspiegelung, erkennen wir wichtige Strukturen im Detail. Diese Methode wird einerseits zur Diagnostik eingesetzt. Andererseits nehmen wir damit auch therapeutische Eingriffe vor.

Einsatz neuester Diagnostik- und Therapieformen

In unserer Klinik stehen zwei neue wegweisende Techniken zur Verfügung. Bei der bipolaren Tumorentfernung arbeiten wir nicht mehr mit herkömmlichen Zucker-, sondern mit Kochsalzlösungen. Während des Eingriffs muss permanent eine Spüllösung in Blase oder Prostata eingebracht werden. Mit der bipolaren Technik ist die Komplikationsrate deutlich geringer, sie führt u. a. zu einer besseren Blutstillung. Das Verfahren ist 
minimal-invasiv. Wir setzen es vor allem bei bösartigen Blasen- und bei gutartigen Prostatatumoren ein.

Eine weitere innovative Technik ist die Photodynamische Diagnostik. Sie hilft bei der Erkennung von oberflächlichen Blasentumoren. Wir bringen dabei eine Substanz ein, die im Blaulicht fluoresziert. So können wir Tumoren, die in der Schleimhaut wachsen, besser erkennen und entfernen.

Die Dritte Dimension im OP

Minimalinvasive Instrumente mit 3D-Technik ermöglichen die Wahrnehmung der räumlichen Tiefe bei operativen Eingriffen. Das ist ein entscheidender Vorteil. „Dass zum bisherigen zweidimensionalen Bild die Tiefe hinzukommt, erleichtert das Navigieren während der Operation enorm. Ein erfahrener Operateur kann also rascher und so für den Patienten noch schonender operieren“, erklärt Chefarzt Dr. Wachter.