Ausbildung
Ausbildung im Klinikum

Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin

Mit unserer hoch spezialisierten Lungendiagnostik und dem modernen Schlaflabor legen wir die Grundlage für eine optimale und effektive Behandlungsstrategie. In Diagnostik und Therapie bieten wir u.a:

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    Schlaflabor
    Schlaflabor der Klinik für Pneumologie

    In unserer Klinik gibt es ein von der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin zertifiziertes Schlaflabor. Wir arbeiten dabei eng mit der Hals-Nasen-Ohrenklinik, der Kinder- und Jugendklink sowie der Klinik für Neurologie zusammen. Deshalb können wir auch Kleinstkinder und Frühgeborene mit Atemstörungen bestmöglich versorgen. Andere Patientengruppen in unserem Schlaflabor sind Erwachsene mit krankhaftem Schnarchen, Atemstillständen in der Nacht (Apnoe), Sauerstoffmangel oder den so genannten unruhigen Beinen. Im Bereich der Neurologie kümmern sich unsere Experten im Schlaflabor in erster Linie um Patienten mit Krampfanfällen, im speziellen ist dies die Epilepsie. Die Diagnostik im Schlaflabor ist eine unersetzliche Voraussetzung, um schlafbedingte Erkrankungen optimal behandeln zu können.

    Interventionelle Bronchoskopie

    Lungentumoren oder Tochtergeschwülste anderer Tumoren, die sich in die Lunge absiedeln, können dort die Atemwege verstopfen. Die Verengung erlebt der Patient als Atemnot. Unsere Klinik ist besonders für die Behandlung dieser Tumorfolgen spezialisiert. Die Freilegung der Atemwege erfolgt dabei über eine eingreifende (interventionelle) Bronchoskopie - entweder per Laser oder mit der Implantation einer künstlichen Röhre (Stent). Gemeinsam mit unserer Strahlenklinik des Zentralklinikums steht auch das so genannte Afterloading-Verfahren zur Verfügung. Dabei erfolgt die Bestrahlung von Tumoren oder Metastasen im Inneren des Körpers über eine eingebrachte Strahlenquelle und nicht von außen. Die Therapien zur Freilegung der Atemwege sind wichtige Verfahren zur Begleitung einer Tumortherapie. 

    Atemmuskelerkrankungen
    Atemmuskelerkrankungen

    Zu den Atemmuskelerkrankungen bzw. Muskelschwunderkrankungen zählt unter anderem die Duchenne’sche Muskeldysthrophie. Sie ist angeboren und entwickelt sich meist zwischen dem zehnten und 20. Lebensjahr. Zur Gruppe dieser Erkrankungen zählt im späteren Lebensalter auch die Amyotrophe Lateralsklerose. Alle diese Erkrankungen gehen mit einer Störung der Atemmuskulatur (Atempumpe) einher. Der Einsatz der nichtinvasiven Beatmung mittels einer Atemmaske hat die Lebenserwartung dieser Menschen in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Die Anpassung und der Einsatz solcher Masken gehören zu den besonderen Kompetenzen unserer Klinik. Wir bereiten die Patienten darauf vor, dass sie die Maske zuhause selbstständig dauerhaft oder je nach Bedarf stundenweise einsetzen können.

    Entwöhnung von künstlicher Beatmung (Weaning)
    Entwöhnung von künstlicher Beatmung (Weaning)

    Viele Intensivpatienten benötigen eine dauerhafte künstliche Beatmung über ein Intensivbeatmungsgerät – etwa nach einem Luftröhrenschnitt. Diese Patienten wieder von der Beatmungsmaschine zu entwöhnen, ist ein komplexer Vorgang. Deshalb haben wir ein spezielles Konzept entwickelt, damit Patienten so gut wie möglich zu einer selbstständigen Atmung zurückkehren können. Diese professionelle und fachgerechte Entwöhnung wird Weaning genannt und muss unter dauerhafter Kontrolle qualifizierter Mitarbeiter erfolgen. Bei uns sind dies speziell ausgebildete Atmungstherapeuten. Wir verfügen deshalb über eine besondere Expertise auf diesem Gebiet. So vielen Patienten wie möglich möchten wir schon von vornherein eine schonende Alternative zur künstlichen Beatmung ermöglichen, in Form der Beatmungsmaske. 

    Endoskopische Lungenvolumenreduktion

    Patienten mit einer Überblähung der Lunge (Emphysem) sind in ihrer Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt. Denn sie können weniger verbrauchte Luft aus- und nur begrenzt frischen Sauerstoff einatmen. In unserer Klinik helfen wir Patienten mit der Implantation von Ventilen in die Lungenlappen. Dies ist ein relativ kleiner Eingriff, mit einer für die Patienten allerdings großen positiven Wirkung. Die Ventile tragen dazu bei, dass die Überblähung reduziert wird. Patienten profitieren so von einer besseren Atemfunktion und einer höheren Leistungsfähigkeit – zum Beispiel beim Treppensteigen. Das Einsetzen der Ventile erfolgt mit einem flexiblen Bronchoskop – einem dünnen elastischen Schlauch – über Mund oder Nase. Die kleinen Ventile können bei Bedarf auch wieder entfernt werden.

    So erreichen Sie uns!

    Chefarztsekretariat

    Maren Köditz

    Telefon: 03681 35-5970
    Telefax: 03681 35-5971
    E-Mail senden

    Diagnostik und Therapie

    • Lungenfunktionslabor
    • Diagnose des Sauerstoff- und Kohlendioxidgehaltes im Blut
    • Untersuchung der Lungenfunktion während ergometrischer Belastung (Spiro-Oxy-Ergometrie)
    • Blutdruckmessung im Lungenkreislauf (Rechtsherzkatheter)
    • Sauerstofflangzeittherapie
    • Allergiediagnostik
    • Hyposensibilisierung gegen z. B. Bienen- und Wespengift
    • Schlaflabor, zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin
    • Maskenbeatmung bei Schlafapnoe
    • Maskenbeatmung bei Atemmuskelerkrankungen
    • Entwöhnung von künstlicher Beatmung (Weaning)
    • Entwöhnung von der Trachealkanüle
    • Endoskopie zur Bronchien-Spiegelung (Bronchoskopie) in Kurznarkose
    • Reduzierung des Lungenvolumens zur Verbesserung der Atmung durch Implantation von Ventilen in die Bronchien
    • Endoskopische Wiedereröffnung tumorbedingter Verengungen der Atemwege mittels Laser oder Implantation von Stents
    • Bestrahlung von Tumoren in den Bronchien (Afterloading)
    • Chemotherapie von Krebserkrankungen