Ausbildung
Ausbildung im Klinikum

Innere Medizin II: Gastroenterologie, Hämatologie, Onkologie, Nephrologie, Diabetologie, Proktologie

Unsere Diagnose und Therapiemethoden sind schonend und gut verträglich. Hier finden Sie eine Auswahl unseres Leistungsangebots:

Mehr erfahrenschließen
    Blutabfluss in der Leber durch künstliche Verbindung (TIPS)
    Blutabfluss in der Leber durch künstliche Verbindung (TIPPS)

    TIPS ist eine innovative Behandlungsmethode für schwer kranke Leberpatienten, die es in Südthüringen nur in unserer Klinik gibt. Bei gravierenden Leberschäden kann das Blut nicht mehr in ausreichendem Maß durch das Organ zum Herz fließen. Es entsteht ein Stau, der Überdruck verursacht – eine lebensbedrohliche Komplikation. Mit TIPS legen wir nun eine Art Umleitung, damit das Blut wieder abfließen kann. Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv (mit kleinen Schnitten). Das Verfahren setzen wir ein für drei Patientengruppen:

    1. Menschen, bei denen in Folge einer Leberzirrhose Komplikationen (Bauchwassersucht) auftreten,
    2. bei denen Krampfadern in der Speiseröhre zu nicht stillbaren Blutungen führen,
    3. bei Patienten mit Lebererkrankungen, die automatisch auch eine Nierenerkrankung nach sich ziehen.
    Einsatz von CO2-Spiegelungen
    CO2-Spiegelungen

    Wir nehmen zu Spiegelungen in der Gastroenterologie Kohlendioxid und nicht mehr Raumluft, wie dies häufig sonst noch geschieht. Dieses Verfahren ist für alle Patienten geeignet und besonders gut verträglich. Um ein bestmögliches diagnostisches Ergebnis zu erzielen, muss bei den Spiegelungen das „Hohlorgan“ aufgepumpt werden. Beim herkömmlichen Verfahren wird normale Raumluft verwendet. Das führt jedoch häufig zu Schmerzen und Unwohlsein, weil die Luft nur langsam auf natürlichem Weg entweichen kann. Deswegen haben wir uns entschlossen, Raumluft durch CO2-Gas zu ersetzen. Das hat viele Vorteile für Patienten: zum Beispiel führt es kaum mehr zu krampfartigen Blähungsbeschwerden. Denn das CO2 gelangt über den Darm in gebundener Form in das Blut und wird über die Lunge abgeatmet. 

    Sicherheit durch Sedierung
    Sedierung

    Alle Patienten erhalten bei den endoskopischen Untersuchungen (Spiegelungen) eine so genannte Sedierung. Das nimmt Ängste, beruhigt und gibt Sicherheit. Die Sedierung wird bei uns in der Klinik immer vom Arzt eingeleitet und dann von speziell ausgebildeten und qualifizierten Pflegemitarbeitern weitergeführt und überwacht. Diese haben dafür ein international anerkanntes Zertifikat erworben (gemäß der so genannten S 3- Richtlinie). Eine Sedierung bezeichnet einen schlafähnlichen Zustand bei weiterhin vorhandenen Reflexen: im Gegensatz zu einer Narkose, bei der die Reflexe zum Erliegen gekommen sind. Bei der Sedierung ist auch keine künstliche Beatmung notwendig. Die Patienten erhalten lediglich eine Spritze mit dem entsprechenden Sedierungs-Medikament und atmen selbstständig weiter. 

    Einsatz von Minisonden-Ultraschall
    Minisonden-Ultraschall

    In unserer Klinik nutzen wir zur Diagnostik den Minisonden-Ultraschall – ein modernes Verfahren, das es nur an hoch spezialisierten Kliniken gibt. Es erlaubt uns eine frühe und rechtzeitige Erkennung von krankhaften Veränderungen. Wir nutzen das Verfahren vor allem für die Untersuchung der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse, aber auch bei Frühstadien von Krebs in Speiseröhre und Magen. Weil wir so die Tumoren schon frühzeitig erkennen können, ist auch eine schnelle Therapie möglich. Bei der Untersuchung wird die Minisonde über ein Gastroskop (Instrument für die Magenspiegelung) in den Körper des Patienten hineingeschoben. Wir platzieren die Sonde dann genau an dem Ort, wo eine Veränderung stattgefunden hat. Die Minisonde liefert qualitativ hochwertige Bilder, die eine genaue Diagnose erlauben.

    Dialyse
    Dialyse (Nierenersatzverfahren)

    Die Nierenheilkunde (Nephrologie) ist bei uns ein wichtiges Leistungsangebot. In der Klinik gibt es dafür eine Nierenfachärztin und eine enge Kooperation mit der Nierenambulanz. Unsere 12 Dialyseplätze sind mit modernen und spezialisierten Dialysemaschinen ausgestattet. Wir behandeln sowohl Patienten, die eine dauerhafte Dialyse benötigen als auch Nierenkranke, die nur zeitweilig auf die Nierenersatztherapie angewiesen sind. Für die kontinuierliche Therapie stehen die Hämodialyse-Verfahren CVVH, CVVHD und CVVHDF zur Verfügung. Für die Patienten, die nur zeitweilig eine Dialyse benötigen, gibt es die Verfahren HD und HDF. Bei Patienten mit speziellen Vergiftungen wenden wir ein besonderes Dialyseverfahren an (Haemoperfusion). Außerdem hat bei uns die Peritonealdialyse einen hohen Stellenwert.

    Schlaflabor

    In unserer Klinik gibt es ein von der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin zertifiziertes Schlaflabor. Wir arbeiten dabei eng mit der Hals-Nasen-Ohrenklinik, der Kinder- und Jugendklink sowie der Klinik für Neurologie zusammen. Deshalb können wir auch Kleinstkinder und Frühgeborene mit Atemstörungen bestmöglich versorgen. Andere Patientengruppen in unserem Schlaflabor sind Erwachsene mit krankhaftem Schnarchen, Atemstillständen in der Nacht (Apnoe), Sauerstoffmangel oder den so genannten unruhigen Beinen. Im Bereich der Neurologie kümmern sich unsere Experten im Schlaflabor in erster Linie um Patienten mit Krampfanfällen, im speziellen ist dies die Epilepsie. Die Diagnostik im Schlaflabor ist eine unersetzliche Voraussetzung, um schlafbedingte Erkrankungen optimal behandeln zu können.

    Interventionelle Bronchoskopie

    Lungentumoren oder Tochtergeschwülste anderer Tumoren, die sich in die Lunge absiedeln, können dort die Atemwege verstopfen. Die Verengung erlebt der Patient als Atemnot. Unsere Klinik ist besonders für die Behandlung dieser Tumorfolgen spezialisiert. Die Freilegung der Atemwege erfolgt dabei über eine eingreifende (interventionelle) Bronchoskopie - entweder per Laser oder mit der Implantation einer künstlichen Röhre (Stent). Gemeinsam mit unserer Strahlenklinik des Zentralklinikums steht auch das so genannte Afterloading-Verfahren zur Verfügung. Dabei erfolgt die Bestrahlung von Tumoren oder Metastasen im Inneren des Körpers über eine eingebrachte Strahlenquelle und nicht von außen. Die Therapien zur Freilegung der Atemwege sind wichtige Verfahren zur Begleitung einer Tumortherapie. 

    Atemmuskelerkrankungen

    Zu den Atemmuskelerkrankungen bzw. Muskelschwunderkrankungen zählt unter anderem die Duchenne’sche Muskeldysthrophie. Sie ist angeboren und entwickelt sich meist zwischen dem zehnten und 20. Lebensjahr. Zur Gruppe dieser Erkrankungen zählt im späteren Lebensalter auch die Amyotrophe Lateralsklerose. Alle diese Erkrankungen gehen mit einer Störung der Atemmuskulatur (Atempumpe) einher. Der Einsatz der nichtinvasiven Beatmung mittels einer Atemmaske hat die Lebenserwartung dieser Menschen in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Die Anpassung und der Einsatz solcher Masken gehören zu den besonderen Kompetenzen unserer Klinik. Wir bereiten die Patienten darauf vor, dass sie die Maske zuhause selbstständig dauerhaft oder je nach Bedarf stundenweise einsetzen können.

    Entwöhnung von künstlicher Beatmung (Weaning)

    Viele Intensivpatienten benötigen eine dauerhafte künstliche Beatmung über ein Intensivbeatmungsgerät – etwa nach einem Luftröhrenschnitt. Diese Patienten wieder von der Beatmungsmaschine zu entwöhnen, ist ein komplexer Vorgang. Deshalb haben wir ein spezielles Konzept entwickelt, damit Patienten so gut wie möglich zu einer selbstständigen Atmung zurückkehren können. Diese professionelle und fachgerechte Entwöhnung wird Weaning genannt und muss unter dauerhafter Kontrolle qualifizierter Mitarbeiter erfolgen. Bei uns sind dies speziell ausgebildete Atmungstherapeuten. Wir verfügen deshalb über eine besondere Expertise auf diesem Gebiet. So vielen Patienten wie möglich möchten wir schon von vornherein eine schonende Alternative zur künstlichen Beatmung ermöglichen, in Form der Beatmungsmaske. 

    Endoskopische Lungenvolumenreduktion

    Patienten mit einer Überblähung der Lunge (Emphysem) sind in ihrer Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt. Denn sie können weniger verbrauchte Luft aus- und nur begrenzt frischen Sauerstoff einatmen. In unserer Klinik helfen wir Patienten mit der Implantation von Ventilen in die Lungenlappen. Dies ist ein relativ kleiner Eingriff, mit einer für die Patienten allerdings großen positiven Wirkung. Die Ventile tragen dazu bei, dass die Überblähung reduziert wird. Patienten profitieren so von einer besseren Atemfunktion und einer höheren Leistungsfähigkeit – zum Beispiel beim Treppensteigen. Das Einsetzen der Ventile erfolgt mit einem flexiblen Bronchoskop – einem dünnen elastischen Schlauch – über Mund oder Nase. Die kleinen Ventile können bei Bedarf auch wieder entfernt werden.

    So erreichen Sie uns!

    Dr. med. Marc Walther

    Dr. med.
    Marc Walther
    Chefarzt

    Chefarztsekretariat
    Andrea Ehrle

    Telefon: 03681 35-5440
    Telefax: 03681 35-5441
    E-Mail senden

    Diagnostik und Therapie

    • Diagnostische und therapeutische Spiegelung von u. a. Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm, Gallengängen, Bauchspeicheldrüse
    • Videoendoskopische Entfernung von z. B. Gallensteinen, Tumoren, Polypen
    • Videoendoskopische Einlage (Implantation) von Drainagen und Stents in Gallen-und Bauchspeicheldrüsengängen
    • Videoendoskopische und sonografische diagnostische und therapeutischer Punktionen aller Bauchorgane (auch Niere)
    • Dialyse (Nierenersatzverfahren bei akuten und chronischen Nierenerkrankungen)
    • spezialisiert auf ambulante Dialysepatienten mit Infektionen (MRSA, Hepatitis B/C)
    • Dialyse während Urlaub in Suhl
    • Eiweißaustausch-Therapie bei Autoimmunerkrankungen und Bluterkrankungen
    • Blutabfluss in der Leber durch künstliche Verbindung (TIPS)
    • Minikapsel zur Dünndarmdiagnostik
    • CO2-Spiegelungen (mehr)
    • Minisonden-Ultraschall (Sonographie)
    • Kontrastsonographie bei Lebertumoren und -metastasen
    • Sedierung in der endoskopischen Diagnostik
    • Chemotherapie und Antikörpertherapie
    • Photodynamische Therapie bei bösartigen Erkrankungen des Gallenganges
    • High Resolution-Impedanz-Manometrie
    • pH-Metrie/Impedanzmessung des Ösophagus