Ausbildung
Ausbildung im Klinikum

Großes Herz für die Allerkleinsten

04.03.2020

Thomas Wolf ist kein Unbekannter in Suhl, wenn es um schnelle, unbürokratische Hilfe für Mütter und ihre Kinder geht. Seit vielen Jahren arbeitet der Chef der Müller-Filiale im Steinweg mit dem „Netzwerk frühe Hilfen“ und der Geburtsstation im SRH Zentralklinikum zusammen. Mit Neugeborenenkleidung aus Müller-Filialen in ganz Deutschland hilft er den kleinen Patienten aktuell.


Durchsichtige Beutelchen, darin eine Zahnbürste, ein kleines Duschgel, ein Shampoo und eine Packung Taschentücher, längst sind sie willkommene Grundausstattung auf der Geburtsstation im Suhler Zentralklinikum. „Manchmal kommen hier werdende Mütter und Väter ein bisschen unvorbereitet an. Da fehlt es am Nötigsten“, erklärt Stationsleiterin Susanne Ressel. Auf den Engpass wurde Thomas Wolf durch seinen engen Kontakt mit Nicole Schütz vom Netzwerk Frühe Hilfen aufmerksam. Rasch kam er auf die Station zu und bot seine Hilfe an. Seit mehreren Jahren schon besteht der enge Kontakt zwischen Geburtsstation, Netzwerk Frühe Hilfen und dem Filialleiter der Müller Drogerie in Suhl.

Und wie das manchmal so ist, wurde er dadurch auf einen weiteren Engpass aufmerksam, bei der er vielleicht helfen könnte: Bedürftigen Eltern, die ein Kind bekommen, fehlt es gelegentlich sogar an der ersten Kleidung für ihren neugeborenen Nachwuchs. „Nackt kann ich aber doch kein Kind nach Hause schicken. Und irgendwann gehen auch die Kleiderspenden unserer Mitarbeiter aus“, sagt die Stationsleiterin. Da kam das neuerliche Hilfsangebot vom Suhler Müller-Chef gerade recht.

Am Mittwoch nun übergab er mehr als 150 nagelneue, schicke Neugeborenen-Bodys an die Geburtsstation. Die Freude darüber ist riesig. „Ich habe den Sortimentswechsel bei Müller genutzt und in sämtlichen Filialen bundesweit nachgefragt, ob sie ein paar Bodys für mich übrig hätten“, erklärt der Helfer. „Zum Glück kann ich auf die Logistik in unserem Unternehmen zurückgreifen.“ Dass er die Hilfe dabei aus eigener Tasche zahlt, verschweigt er lieber. Kinder seien nun mal das wichtigste überhaupt. Da könne man nicht lange überlegen und Beantragungswege einhalten, sondern müsse rasch handeln und helfen. Öffentlichen Stellen seien hier oft die Hände gebunden, also müsse zivilgesellschaftliches Engagement ran.

Dass es gut und direkt wirkt, davon konnte sich Thomas Wolf auf der Geburtsstation überzeugen und für viele neue Erdenbürger ganz unmittelbar etwas Gutes tun. Rund 800 Frauen und Kinder werden pro Jahr im SRH Zentralklinikum Suhl nach ihrer Geburt betreut.