Ausbildung
Ausbildung im Klinikum

800.000 Euro für schonende Augen-OPs auf dem Stand der Technik

13.02.2019

Ein neues OP-Mikroskop ist das Kernstück eines ganzen Investitions-Pakets in der einzigen Klinik für Augenheilkunde in Südthüringen. Neue Technik und Instrumente im Wert von 800.000 Euro ermöglichen selbst komplizierteste Eingriffe am Auge und sind dabei besonders schonend für die Patienten im SRH Zentralklinikum Suhl.


„Gute Dinge haben den Vorteil, dass sie bei aller Komplexität doch einfach sind“, meint Chefarzt Dr. med. Kai Wildner. Deshalb hat er sich seit seinem Dienstantritt vor fast anderthalb Jahren dafür stark gemacht, den Augen-Operationssaal mit neuester Technik auszustatten. Dazu zählen etwa neue Apparate für Kleinschnitt-OP-Techniken am vorderen Augenabschnitt, ein neues Tränenwegs-Endoskop mit weniger als 1mm Durchmesser sowie die Erweiterung des feinen OP-Instrumentariums für Netzhautoperationen, Eingriffe an der Hornhaut und Hornhauttransplantationen.

Bereits im Januar wurde ein OP-Mikroskop der neusten Generation vom Thüringer Unternehmen Zeiss geliefert und installiert.  „In der Augenheilkunde operiert man fast ausschließlich unter dem Mikroskop. Nur so können die zarten Strukturen des Auges dargestellt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir gute und für das Auge schonende Technik zur Verfügung haben“, betont der Chefarzt.

Sein neues OP-Mikroskop verfügt daher über feinste Einstellmöglichkeiten und rasch anwählbare Lupen-Modi zur Arbeitserleichterung bei Netzhautoperationen. Die Position des Mikroskops wird mittels kabelloser Fußtasten gesteuert. „Wie in einem Auto mit Head-Up-Display kann ich mir während der Operation zusätzlich Informationen aus der Patientenakte virtuell ins Mikroskop einblenden lassen. Es hilft damit etwa bei der exakten Positionierung von künstlichen Linsen im Auge und bei Operationen des vorderen Augenabschnitts“, so Wildner. Assistenzärzte können über ein Assistenten-Mikroskop oder einen hochauflösenden Monitor bei der OP zuschauen. „Das Mikroskop kommt damit auch der Ausbildung von Fachärzten zugute. Es verfügt darüber hinaus über sämtliche digitale Schnittstellen, die zur sofortigen Übertragung von OP-Bildern in die Patientenakte dienen“, erklärt Wildner.

Im Zusammenspiel mit versierten Operateuren helfen die neue Technik und Instrumente dabei, Augen-Erkrankungen im gemeinnützigen SRH Zentralklinikum Suhl noch besser und schonender zu behandeln.